Sie verwenden einen veralteten Browser (Internet Explorer) mit Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

This website uses cookies that support simplified and improved handling. Cookies are small text files that are stored on the device with which you access this website. If you ignore or close this message and remain on this website without deactivating the cookies in your browser settings, we assume that you agree to the use of cookies. For more information about the use of cookies, please see our Privacy Statement.

Lokales: Unternehmen warten auf schnelles Internet

IHK initiiert Wirtschaftsdialog in Leopoldshöhe

Die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) lud zum Kommunalen Wirtschaftsgespräch in Leopoldshöhe ein. Getagt wurde im Traditionsunternehmen Gerhard Koch
Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
. Vertreter der Stadt, darunter Bürgermeister Gerhard Schemmel, sowie der IHK Lippe stellten sich den Fragen der Unternehmen. Themen wie der Ausbau der
Bundesstraße 66, die Gewerbesteuerhebesätze sowie die Breitbandertüchtigung spielten im Gespräch eine erhebliche Rolle.

„In punkto Breitband muss deutlich nachgebessert werden“, machte ein Teilnehmer seine Sorgen deutlich. Und ein anderer ergänzt: „Wann haben wir endlich die Leistung zur Verfügung, die für unsere Unternehmensentwicklung erforderlich ist?“ Seitens der Gemeinde brachte Bürgermeister Schemmel die Teilnehmer auf den neuesten Stand. Kreisweit scheint eine Lösung in Sicht zu sein. Mit zweistelliger Millionensumme wollen Bund und Land gemeinsam mit den Kommunen in ein Glasfasernetz investieren.
Davon werden auch Ortsteile und Gewerbeflächen in Leopoldshöhe profitieren. Gewerbegebiete sollen mit mindestens 50 Mbit/s und Ortsteile mit mindestens 30 Mbit/s ausgestattet werden. Leopoldshöhe plant 250.000 Euro Eigenkapital zu investieren. Ob der Ausbau Ende 2019 abgeschlossen ist, ist allerdings fraglich.

Generell werden die Unternehmen vor Ort mit vielen Baumaßnahmen konfrontiert sein. Die Arbeiten rund um die Bundesstraße 66 im Ortsteil Asemissen werden die Erreichbarkeit erschweren. Das Konzept für die Verkehrskoordinierung soll im September vorgestellt werden. Ein Umstieg der Pendler auf die Bahn wird keine wirkliche Alternative sein. Aufgrund von Sanierungsmaßnahmen an drei Bielefelder Eisenbahnbrücken gilt in Richtung Leopoldshöhe in Teilen Schienenersatzverkehr.

Ein deutlicher Kritikpunkt der Unternehmen war die Höhe der Gewerbesteuer in Leopoldshöhe. Mit 495 Punkten ist der Hebesatz der höchste in den 16 lippischen Städten und Gemeinden. Bürgermeister Schemmel verstand die Sorgen der Betriebe, konnte allerdings angesichts der Finanznöte der Kommune keine rasche Besserung versprechen. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe, Axel Martens, verwies darauf, dass sich die IHK für eine dringend notwendige Reform des Gemeindefinanzierungsrechts stark macht.

Bildunterschrift: Im Gespräch mit den Unternehmen aus Leopoldshöhe: IHK-Präsident Volker Steinbach, Kerstin Koch-Ugolini, Kristof und Rüdiger Koch (Firma Koch), Gerhard Schemmel, Axel Martens sowie der Fachbereichsleiter der Gemeinde Leopoldshöhe Dirk Puchert-Blöbaum (v.l.n.r.)